ZEU/GEN

Projekt von Unit.Control

Bernard Baumgarten                                 Konzept/Choreograph

Wencke Kriemer                                         Tänzer

Steffen Knieling                                          Regisseur/Dramaturg

Patrick Muller                                                           Video/Fotos

Christian Wolz                                                           Musik/Performance

Das Projekt “Zeu/gen” von Unit.Control wird im Rahmen des Festivals ‘Art in Beaufort’ einer tabuisierten soziokulturellen Frage nachgehen: Was verbirgt der Mensch in seinen Abfällen, und was enthüllt uns der Abfall, der Überfluss an Konsum?

“Zeu/gen” wird in zwei Etappen erarbeitet und als work-in-progress Performance-Installation verschiedenste Kunst- und Theatermedien verknüpfen.

Die erste Etappe wird aus einer Interview Runde bestehen, bei welcher verschiedene Familien in Beaufort über ihr Verhältnis zu dem, was sie konsumieren, produzieren und entsorgen, befragt werden. Der Fragenkatalog wird versuchen, die existentiellen Momente und unbewussten Vorgänge hinter der Alltäglichkeit von Müllbearbeitung transparent zu machen.

In der zweiten Etappe werden die Interviewmaterialien und der von den Bewohnern gesammelte Hausmüll zu einer Rauminszenierung verdichtet. Der Tonkünstler Christian Wolz wird aus den Interviews ein Klangfeld erstellen, das später die Grundlage für die Choreographie von Bernard Baumgarten wird. Dazu kommen Textkollagen und Textinstallationen von Steffen Knieling, die einen Subtext zum Thema der “Existenzkriminalistik” des Weggeworfenen bilden werden. Photos und Videos von Patrick Muller die er von den Familien die am Projekt teilgenommen haben werden ebenfalls in die Installation eingebunden.

Die Ton-Rauminstallation wird während des Festivals durchgehend zu sehen sein, während 7 Performance vom 21. bis zum 23. Juli in der Installation präsentiert werden.

“Zeu/gen” wird der Frage nach dem menschlichen Bewusstsein und seiner Beschaffenheit nachgehen, die nur dann lösbar erscheint, wenn gerade das Unvermeidbare und Marginale der menschlichen Lebensführung analysiert wird: die Abfallprodukte als Ausdruck existentieller Notwendigkeit und Unumgänglichkeit.